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Michael Bockelmann, Dieter Brübach und André Ebbighausen vom Stiftungsvorstand (v.l.).

Für Juist in einem Boot                                      
Frischer Wind“ heißt das Motto der noch jungen Bürgerstiftung.

Juister gehen gerne ungewöhnliche Wege, sagt Michael Bockelmann und Dieter Brübachund André Ebbighausen nicken unisono. Die drei Männer vom Vorstand der Juist-Stiftung sind zufrieden, die Akzeptanz auf der Insel istgroß. Am 14. Januar 2006 hat sich die Juist-Stiftung gegründet – übrigens seinerzeit die 99. Bürgerstiftung in Deutschland und in kurzer Zeit schon einiges auf der Insel und für die Insel bewegt. „Es ist uns gelungen, viele Juister und mit der Insel verbundene Gäste zu motivieren, sich finanziell oder aber auch ehrenamtlich für „ihr Eiland zu engagieren“, freut sich der Vorsitzende Dieter Brübach. Das Stiftungskapital hat indessen die 200000-Euro-Marke erreicht. Als Stiftungsziele sind Bildung und Erziehung, Jugend und Altenhilfe, Kultur und Kunst, Wissenschaft und Forschung, Umwelt und Naturschutz, Heimatpflege, Gesundheit und Sport sowie mildtätige Zwecke definiert. Willkommen sind Ideenstifter, Zeitstifter, Geldstifter und Spender. Zurzeit hat die Juister Initiative zirka 80 Geldstifter; diese Form der Zustiftung sichert die langfristige Arbeit,denn die Stiften ab 1000 Euro werden zinsbringend angelegt und aus deren Erlösenwieder um Projekte realisiert. Ein im besten Wortsinn ansehnliches Projekt hat die Juist-Stiftung Anfang Oktober 2007 in die Tat umgesetzt: die Wiederherstellung der vollends überwucherten Goldfischteiche im Ostteildes Dorfes, deren Entstehung im Jahre 1902 auf den Juister Lehrer Otto Leege zurückgeht. In einer viertägigen Aktion ist das Areal

von Juister Bürgern, Unternehmern, Mitgliedern der Feuerwehr, Mitarbeitern des NLWKN und des Bauhofs der Inselgemeinde sowie von Teilnehmern der Juister Jugendbildungsstätte von Wildwuchs befreit worden. Seither laden auch wieder Bänke zum Verweilen ein. Eins von weiteren Projekten: „Juist-Musik.“ Auf Initiative der Stiftung haben einige Insulaner ihre alten Musikinstrumente reaktiviert und zur Verfügung gestellt; manche geben sogar Unterricht. Mittlerweile musizieren 25 Schüler mit zehn Lehrern – gespielt wird unter anderem Klavier, Akkordeon, Gitarre oder Querflöte. Neu sind auch zwei Granitstelen für den Friedhof bei der Inselkirche und für den Dünenfriedhof, welche die Stiftung für Verstorbene anfertigen ließ, die ihre letzte Ruhe auf See fanden.


 
 
    Die nächste Veranstaltung der Juist-Stiftung findetam 4. Oktober statt – dem Tagder Deutschen Stiftungen.Um 20 Uhr gibt es im Hausdes Kurgastes Musik von den„Olaf-King-Allstars“ undeinen Vortrag des Stiftungs-experten und JournalistenUlrich Brömmling; Eintritt ist frei; www.juist-stiftung.de
Ostfriesland Magazin 10/2008
Eine von zwei Granitstelen, die die Juist-Stiftung anfertigen ließ, um auf den beiden Friedhöfen der Insel an jene zu erinnern, die auf See ihre letzte Ruhe finden.

 


Als Druckversion (PDF) die Originalvorlage aus dem "Ostfrieslandmagazin"